Gerade sie sind der Grund dafür, dass es selbst in einem modernen Haus zu kalten Zonen an den Verglasungen, zu Kondenswasserbildung oder zu einem höheren Energieverbrauch kommen kann, als es den Planungsberechnungen entsprechen würde.
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in einer Bauteile, an der der Wärmewiderstand geringer ist als in den übrigen Teilen. Bei Fenstern und Türen tritt sie meist im Bereich des Rahmens, an der Schnittstelle zwischen Rahmen und Mauer sowie an den Verbindungsstellen der Profile auf. Die Folge ist ein schnellerer Wärmeverlust, was zu einer Absenkung der Temperatur an der Innenseite des Fensters führt. Aus Sicht des Nutzers äußert sich dies nicht nur in höheren Heizkosten, sondern auch in einem spürbaren Unbehagen in der Nähe der Verglasung. In der Praxis bewirkt eine Wärmebrücke im Bereich des Fensters:
Es ist hervorzuheben, dass das Problem der Wärmebrücken nicht ausschließlich alte oder falsch ausgewählte Fenster betrifft. Auch moderne Fenster können, wenn sie nicht ordnungsgemäß montiert wurden, Energieverluste verursachen. Aus diesem Grund sollte die Wärmedämmung von Aluminiumfenstern nicht nur anhand der angegebenen Parameter, sondern auch unter Berücksichtigung der fachgerechten Montage bewertet werden.
Bei modernen Aluminiumfenstern spielt der Einsatz von thermischen Trennstegen, also Elementen, die den äußeren Teil des Profils vom inneren trennen, eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Wärmebrücken. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Aluminiumfenster MB‑86N, bei denen breite Trennstege zum Einsatz kommen. Dank dieser Dämmstreifen behält der Rahmen auch bei großen Temperaturunterschieden zwischen Innenraum und Außenumgebung stabile thermische Eigenschaften bei. Das Modell MB‑86N erreicht sehr gute Uw-Werte (bis zu 0,62 W/m²K), weshalb es gerne in modernen Einfamilienhäusern mit großen Verglasungsflächen eingesetzt wird.
Ein noch höheres Maß an Wärmeverlustkontrolle bieten die Fenster MB‑104 Passive, die speziell für Gebäude mit sehr hohen energetischen Anforderungen entwickelt wurden. Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw kann bei diesen Fenstern einen Wert von 0,53 W/(m2K) erreichen und erfüllt damit die Normen für den Passivhausbau oder übertrifft diese sogar. Bei diesem Modell bestehen die thermischen Trennstege aus Polyamid, und das Profil verfügt über eine ausgeprägte Kammerkonstruktion, wodurch lineare Wärmebrücken innerhalb des Rahmens deutlich reduziert werden können. Dies führt zu einer höheren Temperatur der Innenfläche des Fensters und einem geringeren Kondensationsrisiko.
In modernen Einfamilienhäusern findet man immer häufiger große Verglasungen, die eine sehr gute Kontrolle der Wärmeverluste erfordern. Wenn der Kontakt der Profile mit der Umgebung größer ist und die Wärmeaustauschfläche zunimmt, können Wärmebrücken entstehen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern Eckverbindungen bei Außenschiebetüren, die hohe Anforderungen an die Wärmedämmung stellen. Hier gibt es nämlich nicht nur große Verglasungsflächen, sondern auch Verbindungen von Elementen in der Gebäudeecke, einem Bereich mit erhöhtem Risiko für die Entstehung von Wärmebrücken. Die Konstruktion der in Aluprof-Produkten verwendeten Profile ermöglicht es, die Kontinuität der Dämmung auch an dieser kritischen Stelle zu gewährleisten. Dies führt zu einer gleichmäßigen Temperaturverteilung bei großen Verglasungsflächen und verhindert deutlich kühlere Bereiche in den Raumecken. Für den Nutzer bedeutet dies nicht nur höheren Komfort, sondern auch die Möglichkeit, das architektonische Potenzial ohne energetische Kompromisse voll auszuschöpfen.
In energieeffizienten Häusern können Wärmebrücken bei unsachgemäßer Montage an Stellen auftreten, an denen die Außenwand am schwächsten oder konstruktiv am kompliziertesten ist. Ein typisches Beispiel ist eine große Verglasung im Wohnzimmer: Die Wand ist insgesamt gut gedämmt, und dennoch ist es am Fenster oft deutlich kühler, insbesondere entlang der Laibung, an der Fensterbank oder im unteren Bereich des Terrassenzugangs. Häufig ist dafür die Verbindung zwischen Rahmen und Mauer oder eine lokale Unterbrechung der Dämmung verantwortlich. Die Wärme sucht sich dann den einfachsten Fluchtweg – und genau diese „Abkürzung“ ist eine Wärmebrücke. Wichtig ist, dass ein solches Phänomen auch in einem modernen Gebäude auftreten kann, wenn bei der Montage oder dem Ausbau die Kontinuität der Dämmung nicht konsequent gewahrt wurde.
Es lohnt sich, auf Stellen zu achten, an denen es leicht zu einer Unterbrechung der Dämmkontinuität kommen kann.
Wenn diese Stellen montagetechnisch sorgfältig ausgearbeitet werden, sinkt das Risiko von Auskühlung und Kondensation im Bereich der Fenster deutlich, und der thermische Komfort in der Nähe der Verglasungen ist wesentlich stabiler
Die praktischste Methode, um zu beurteilen, ob in einem bestimmten Haus Wärmebrücken vorhanden sind, ist die Beobachtung von Anzeichen während der Heizperiode: lokale Auskühlung, wiederkehrende Kondenswasserbildung an bestimmten Stellen oder Verfärbungen und Feuchtigkeitsansammlungen an der Schnittstelle zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen. Treten solche Anzeichen auf, lohnt es sich, bei einem deutlichen Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich eine Thermografieuntersuchung durchzuführen, da diese schnell die Stellen aufzeigt, an denen Wärme entweicht. Wichtig ist jedoch, dass die bloße Erkennung des Problems erst der Anfang ist – entscheidend ist das Verständnis, dass in energieeffizienten Häusern die Details den Ausschlag geben. Sind diese Details ausgefeilt, sorgen die Eigenschaften der Fenster oder Türen für einen gleichbleibenden Komfort im Bereich der Verglasungen; werden sie hingegen vernachlässigt, können selbst sehr gute Produkte ihr Potenzial nicht voll entfalten.
Was ist eine Wärmebrücke?
Eine Wärmebrücke ist ein Abschnitt einer Trennwand, durch den Wärme schneller entweicht als durch den restlichen Teil. Bei Aluminiumfenstern tritt sie am häufigsten im Bereich des Rahmens sowie an der Verbindungsstelle zwischen Fenster und Mauer auf.
Wie lässt sie sich in einem Aluminiumfenster erkennen?
Meistens werden thermografische Untersuchungen durchgeführt, die Bereiche mit verringerter Oberflächentemperatur aufzeigen. Ergänzend dazu erfolgt eine Analyse der Einbaudetails und die Beobachtung von Stellen, an denen Kondenswasser auftritt.
Beseitigen Fenster mit thermischen Trennstegen Wärmebrücken vollständig?
Sie beseitigen sie nicht vollständig, aber der Einsatz von thermischen Trennstegen reduziert die Wärmeleitung durch das Profil erheblich. Der Effekt hängt auch von der Konstruktion des Fensters oder der Tür sowie von der korrekten Montage in der Dämmschicht ab.
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