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28.07.2026

Welche Verglasung soll man wählen: Low-E-Glas, Sonnenschutzglas, Schallschutzglas – ein Leitfaden

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Die Wahl der Verglasung sollte genauso ernst genommen werden wie die Wahl des Fensterprofils. Denn das Glas nimmt den größten Teil der Fensterfläche ein und hat daher einen großen Einfluss darauf, ob es im Winter im Innenraum warm bleibt und der Lärm besser abgehalten wird. In der Praxis gibt es keine einzige Verglasung, die für jedes Haus empfohlen wird. Von Fenstern in einem ruhigen, nach Norden ausgerichteten Schlafzimmer werden andere Eigenschaften erwartet als von großen Fensterfronten im nach Süden ausgerichteten Wohnzimmer oder von Fenstern an einer belebten Straße. Daher lohnt es sich bei der Auswahl von Aluminiumfenstern, nicht nur das Profil selbst zu betrachten, sondern auch, welche Verglasung darin verwendet werden kann und welche Wirkung sie im täglichen Gebrauch erzielen soll.

Low-E-Glas und seine Vorteile

Low-E-Glas trägt dazu bei, den Wärmeverlust durch das Fenster zu reduzieren. Es funktioniert so, dass eine spezielle Beschichtung die Wärme zurück ins Innere reflektiert und gleichzeitig Tageslicht durchlässt. Dadurch lässt sich im Winter die Temperatur in den Räumen leichter konstant halten, und der Aufenthalt in Fensternähe wird angenehmer. Genau aus diesem Grund hat sich diese Verglasung im modernen energieeffizienten und Passivhausbau zum Standard entwickelt.

In der Praxis bewähren sich Low-E-Verglasungen am besten dort, wo es vor allem darauf ankommt, Wärmeverluste zu reduzieren, ohne auf eine gute Belichtung zu verzichten. Im Angebot von Aluprof erfüllen unter anderem die Fenster MB‑86N, die einen Uw-Wert ab 0,62 W/(m²K) erreichen, sowie das Modell MB‑104 Passive mit einem Uw-Wert ab 0,53 W/ (m²K). Dies sind Beispiele für Konstruktionen, bei denen das passende Profil und ein richtig ausgewähltes Verglasungspaket gemeinsam für eine hohe Energieeffizienz sorgen. Soll ein Haus höhere energetische Anforderungen erfüllen, reicht Aluminium allein nicht aus – entscheidend ist auch, welches Glas im Fenster verwendet wird. Erst die Kombination aus einem Aluminiumsystem und Low-E-Verglasungen ermöglicht es, den gewünschten Effekt zu erzielen.

Man sollte bedenken, dass „Low-E-Glas“ nicht automatisch in jedem Fenster dasselbe bedeutet. Entscheidend für den Effekt ist das gesamte System: die Anzahl der Scheiben, der Aufbau des Verglasungspakets, die Abstände zwischen den Scheiben und die Möglichkeiten des jeweiligen Profils. Daher bewähren sich bei größeren Verglasungen Konstruktionen, die den Einsatz breiterer Verglasungspakete ermöglichen, wie beispielsweise MB‑104 Passive oder MB‑SLIMLINE. Aus Sicht des Nutzers ist jedoch vor allem wichtig, dass diese Art der Verglasung den Komfort in der Heizperiode verbessert und dazu beiträgt, Energieverluste zu reduzieren, ohne die Lichtmenge im Innenraum merklich zu beeinträchtigen.

Sonnenschutzverglasungen – wann lohnt sich ihr Einsatz?

Sonnenschutzverglasungen sollten vor allem dann in Betracht gezogen werden, wenn das Haus über große Verglasungen auf der Süd- oder Westseite verfügt. Ihre Aufgabe ist es, die Menge der ins Innere einfallenden Sonnenstrahlen zu begrenzen und somit das Risiko einer Überhitzung der Räume im Sommer zu verringern. Dies ist besonders wichtig in modernen Häusern mit einem zum Garten hin offenen Wohnzimmer, großen Glasflächen oder breiten Terrassenfenstern, bei denen Glas eines der wichtigsten architektonischen Elemente ist.

In solchen Fällen reicht eine gute Wärmedämmung im Winter allein möglicherweise nicht aus. Wenn die Scheibe den größten Teil des Tages starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, kann sich der Innenraum stärker aufheizen, als vom Bauherrn erwartet. Genau dann erweist sich eine Sonnenschutzverglasung als praktische Wahl. Dabei geht es nicht um eine vollständige Verdunkelung, sondern um eine bessere Temperatur- und Lichtregulierung. Diese Art der Verglasung ist besonders bei großen Terrassentüren und Panoramafenstern sinnvoll. Ein gutes Beispiel aus dem Aluprof-Sortiment sind die Terrassentüren MB‑82HS, die für große Verglasungen und eine direkte Verbindung des Innenraums mit der Terrasse oder dem Garten konzipiert wurden. Bei solchen Konstruktionen kann eine richtig ausgewählte Sonnenschutzverglasung den Komfort im Sommer deutlich verbessern.

Ein guter Zeitpunkt, um über eine solche Verglasung nachzudenken, ist die Planungsphase oder die Auswahl der Fenster und Türen. In der Praxis lohnt es sich insbesondere dann, diese in Betracht zu ziehen, wenn:

  • die Verglasungen groß sind und zur stark sonnenbeschienenen Seite ausgerichtet sind,
  • es im Wohnzimmer oder Esszimmer im Sommer leicht zu warm wird,
  • das Haus eine moderne Bauform mit hohem Glasanteil aufweist,
  • der Bauherr den Bedarf an Fensterverdeckungen und den Einsatz von Klimaanlagen reduzieren möchte.

Eine solche Entscheidung ist in der Regel dann am rentabelsten, wenn sie sich aus der Ausrichtung des Gebäudes und der Art der Raumnutzung ergibt.

Schallschutzverglasung – akustischer Komfort

Schallschutzverglasung ist besonders wichtig, wenn das Gebäude an einer stark befahrenen Straße, an Bahngleisen, in der Nähe eines Flughafens oder in einer dichten städtischen Bebauung liegt. Ihr Ziel ist es, den Außenlärm zu reduzieren und den täglichen Lebenskomfort zu verbessern. In der Praxis bedeutet dies einen ruhigeren Schlaf, eine leichtere Konzentration bei der Arbeit zu Hause und eine geringere Ermüdung durch Umgebungsgeräusche. Die Wirksamkeit einer solchen Verglasung hängt von der Konstruktion des Verglasungspakets und den Schallschutzparametern ab, doch ebenso wichtig sind der Fensterrahmen und die Qualität der Montage.

In der Praxis lohnt es sich, schalldämmende Verglasungen in Betracht zu ziehen, wenn Lärm ein fester Bestandteil der Umgebung und nicht nur ein sporadisches Problem ist. Liegt das Haus an einer ruhigen Straße, hat diese Wahl nicht immer Priorität. Wenn jedoch Geräusche von außen täglich stören, kann eine gut ausgewählte Verglasung die Lebensqualität erheblich verbessern. Dies ist eines jener Elemente, die man auf den ersten Blick nicht sieht, deren Fehlen oder Vorhandensein man jedoch sehr schnell spürt, sobald man das Haus bewohnt.

FAQ

Sind Low-E-Gläser teurer?

In der Regel ja, da sie eine spezielle Beschichtung verwenden, die die Wärmedämmung verbessert. In der Praxis sind sie heute jedoch ein sehr verbreiteter Standard in der modernen Fenster- und Türtechnik, und ihre Kosten sollten im Zusammenhang mit dem späteren Wärmekomfort und der Reduzierung von Energieverlusten betrachtet werden.

Welche Verglasungen schützen vor Außengeräuschen?

Den besten Schutz vor Lärm bieten schalldämmende Verglasungen, also Akustikpakete, die so konzipiert sind, dass sie das Eindringen von Umgebungsgeräuschen begrenzen. Man muss jedoch bedenken, dass die Wirkung auch von der Qualität des Rahmens, der Dichtheit des Fensters und der Montage abhängt. Daher sollte ein solches Paket am besten zusammen mit einem passenden Profil ausgewählt werden und nicht separat.

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