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28.05.2026
Lesezeit: 5 Minuten

Cepelia an der Marszałkowska – die Geschichte einer Warschauer Ikone der Moderne und ihre Neueröffnung

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DO GÓRY
Mitten im Zentrum von Warschau, an der Kreuzung der Marszałkowska und der Aleje Jerozolimskie, steht ein Gebäude, das jahrzehntelang eines der bekanntesten Symbole der Nachkriegsmoderne war. Der 1966 errichtete Cepelia-Pavillon war mehr als nur ein Handelsgebäude – er war Ausdruck einer neuen Denkweise in der Stadtarchitektur: leicht, transparent und offen für den öffentlichen Raum. Heute, nach einer umfassenden Renovierung, die 2024 abgeschlossen wurde, kehrt er in einer neuen Rolle als Empik-Filiale zurück. Das Wesentliche an dieser Verwandlung war jedoch nicht der Funktionswechsel, sondern die Wiedergewinnung des Charakters, der über Jahre hinweg die Einzigartigkeit dieses Ortes ausmachte. Moderne Aluminiumlösungen von Aluprof trugen dazu bei, alles zu bewahren, was an diesem Gebäude am wichtigsten ist.

Der Pavillon, der zur Ikone der Moderne wurde

Der Entwurf von Zygmunt Stępiński hob sich von Anfang an von der umgebenden Bebauung ab. Das dominierende Element war die verglaste Fassade, die dem Baukörper visuelle Leichtigkeit verlieh und den Innenraum zum städtischen Raum hin öffnete. In den 1960er Jahren war dies ein deutliches Zeichen des Wandels – der Abkehr von geschlossenen, schweren Formen hin zu einer transparenteren und zugänglicheren Architektur. Auch die Details spielten eine wichtige Rolle: türkisfarbene Keramikfliesen und geometrische Verzierungen nach einem Entwurf von Stanisław Kucharski. Gerade die präzise gestalteten Proportionen, der Rhythmus der Aufteilung und die Kombination der Materialien bestimmten den einzigartigen Charakter des Gebäudes.

Die Entscheidung für den Erhalt und die Verantwortung für die Form

In den folgenden Jahren verlor der Pavillon an Bedeutung, und seine Zukunft blieb ungewiss. Unter den in Betracht gezogenen Konzepten tauchten auch Pläne für seinen Abriss auf. Letztendlich entschied sich der Investor – die Gesellschaft SIENNA 111 – für den Erhalt des Gebäudes und dessen vollständige Modernisierung. Für das Konzept war das Büro AMC – Andrzej M. Chołdzyński verantwortlich, während Bernatek Architekci für die Umsetzung und das endgültige Erscheinungsbild des Gebäudes zuständig war. Von Anfang an war eines klar: Es ging nicht darum, eine neue Interpretation von Cepelia zu schaffen, sondern ihren modernistischen Charakter so originalgetreu wie möglich wiederherzustellen.

Renovierung als Arbeit an Proportionen und Details

Bei der Architektur des Spätmodernismus sind Elemente von größter Bedeutung, die auf den ersten Blick oft unsichtbar bleiben:

  • die Breite der Profile,
  • die Gliederung der Fassade,
  • das Verhältnis von Glas zu Konstruktion,
  • die Führung der vertikalen und horizontalen Linien.

Sie entscheiden darüber, ob das restaurierte Objekt tatsächlich den Charakter des Originals bewahrt, weshalb die Sanierung des Cepelia-Pavillons weitgehend eine Arbeit an der Präzision war. Und genau hier spielte die Aluminiumfenster- und -türkonstruktion eine entscheidende Rolle.

Aluprof-Lösungen als eines der Schlüsselelemente der Umsetzung

Bei einer Sanierung wie der von Cepelia sind Elemente von enormer Bedeutung, die oft im Hintergrund bleiben, in der Praxis jedoch über die Wahrnehmung der gesamten Architektur entscheiden. Eines davon sind Aluminiumlösungen – sie sind dafür verantwortlich, dass die Fassade des Gebäudes ihre Proportionen, ihre Leichtigkeit und den Rhythmus der Gliederung beibehält.

Im Pavillon kamen Aluprof-Lösungen zum Einsatz:

  • die Pfosten-Riegel-Fassade MB‑SR50N HI+,
  • Fenster und Türen MB‑79N sowie MB‑86N,
  • Brandschutzsysteme MB‑86 EI.

Ihre Rolle in diesem Projekt geht jedoch über die rein technischen Parameter hinaus. Unter anderem dank ihnen war es möglich, den Charakter des Gebäudes zu bewahren und es gleichzeitig an moderne Anforderungen anzupassen.

Die eingesetzten Aluprof-Lösungen ermöglichten unter anderem:

  • die schlanken, modernistischen Fassadenteilungen wiederherzustellen, ohne sie optisch zu verdicken,
  • große Verglasungen unter Wahrung der Konstruktionsstabilität zu realisieren,
  • den leichten, transparenten Charakter der Fassade zu bewahren,
  • die historische Ästhetik mit den heutigen Anforderungen an Dichtheit, Wärmedämmung und Sicherheit zu verbinden.

Dadurch gelang es, das gesamte Projekt in eine stimmige Umsetzung zu überführen, bei der moderne Technologie den ursprünglichen Charakter der Architektur unterstützt, anstatt ihn zu stören.

Eine neue Funktion, eingebettet in die bestehende Architektur

Nach Abschluss der Arbeiten erhielt der Pavillon eine neue Funktion als Flagship-Store von Empik. Neben den Verkaufsflächen entstanden Lesebereiche und Orte für Autorenlesungen. Wichtig ist, dass die neue Funktion die Architektur nicht dominiert. Dank der Beibehaltung der offenen, verglasten Form bleibt der Innenraum weiterhin stark mit dem städtischen Raum verbunden – genau so, wie es im ursprünglichen Entwurf vorgesehen war.

Eine Revitalisierung, die die Rolle der Technologie beim Erhalt der Architektur verdeutlicht

Das Beispiel Cepelia zeigt deutlich, dass die Sanierung modernistischer Gebäude nicht nur in der Erhaltung des Baukörpers besteht. Entscheidend ist die Bewahrung dessen, was schwerer zu erfassen ist: Proportionen, Rhythmus und der Eindruck von Leichtigkeit. Bei solchen Projekten sind Aluminiumfenster, -türen und -fassaden nicht mehr nur ein technisches Element. Sie werden zu einem Werkzeug für die präzise Wiederherstellung der Architektur.

Dank der Verwendung von Aluprof-Produkten war es möglich, zwei scheinbar widersprüchliche Ziele zu vereinen:

  • die originalgetreue Wiederherstellung der Form aus den 1960er Jahren
  • und die Anpassung des Gebäudes an moderne Nutzungs- und Sicherheitsstandards.

Genau dieser Ansatz sorgt dafür, dass Cepelia nicht als Rekonstruktion, sondern als authentisches Gebäude in die Stadt zurückkehrt, das seine Identität bewahrt und für weitere Jahrzehnte der Nutzung bereit ist.

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